Artikel getaggt mit "Weihnachtsgeschichte Mondviolen"

Weihnachtsgeschichte 2013

Gepostet von am Dez 15, 2013 in Startseite_Dia, Texte | Kommentare deaktiviert für Weihnachtsgeschichte 2013

„ … SO WERT REINES GOLD DARAUS …“ Eine Weihnachtsgeschichte, die ein ganzes Jahr dauerte von Christa Ruehs „Worauf es im Leben am meisten ankommt, können wir nicht voraussehen. Die schönsten Freuden erlebt man immer da, wo man sie am wenigsten erwartet.“ (A. Saint-Exupery, Wind, Sand und Sterne) Diese Geschichte … … begann im vergangenen Jahr zu Weihnachten, und sie dauerte das ganze folgende Jahr hindurch. Und jedes Mal, wenn ein neuer Abschnitt anfing, war es wie zu Weihnachten – im Mai, Juni, und im Winter darauf. Diese Weihnachtsgeschichte… … ist eine von jenen leisen Geschichten, die man nur dann hört, wenn die Stille plötzlich alle anderen Geräusche übertönt, und wenn einem etwas Besonderes begegnet – ein schillernder Käfer, ein Schmetterling, eine Blume, oder… Aufbrechen Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Zeit der „Rauhnächte“. Krankheiten und böse Geister sollen, so heißt es in der Überlieferung, mit Weihrauch vertrieben werden, um dem Guten, das mit dem Neuen Jahr kommen soll, Platz zu geben. Es sind jene 11 Tage und 12 Nächte, um die in alter Zeit sich das Sonnenjahr vom alten Mondjahr unterschied, Tage, die „außerhalb der Zeit“ waren, und in denen, so heißt es, alle regulären Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt waren – eine Zeit voller Mythen und Rituale, voller Geheimnisse und wundersamer Ereignisse, eine Zeit der Erwartung, der Hoffnung und des Aufbrechens. In diesen Tagen klingt Weihnachten noch ganz hell nach – und gleichzeitig steht in diesen Tagen laut Kalender unserer Zeitrechnung etwas Neues bevor. Hoffen auf die Erfüllung heimlicher Wünsche, alte und neue Vorsätze, Warten auf große oder kleine Wunder– solch ein Jahreswechsel kann die ganze Fülle an menschlichen Befürchtungen und Erwartungen in sich bergen. Manche beschließen, den alten Weg weiter zu gehen, andere, diesen Weg zu verlassen, manche wiederum machen sich auf, um einen bekannten Weg neu zu entdecken. Dann feiern sie den Jahresabschluss/Jahresbeginn tanzend, feiernd, fernsehend, rauschend und berauscht, schlafend oder reisend. „Begib dich einmal im Jahr an einen Ort, an dem du noch nie gewesen bist.“ (Dalai Lama) Vor Jahrzehnten fand ich einen Weg in einem kleinen Tal des Buckellandes. Damals kaum begangen, schlängelte er sich entlang eines Waldbaches, wohltuend kühl in der Sommerhitze. Bis heute ist er für mich ein Inbegriff voo Verwunschenheit und Stille geblieben, auch, wenn er heute gepflegt und verbreitert, als kleine Promenade ins Tal hinein führte. Kühle, Bachglucksen, Stille, Moose, Baumriesen sind auch heute da – anders und doch so wie damals. Oft suchen auch Bewohner der umliegenden Orte den Weg auf – wegen der Stille, sagen sie. Weil man diese heute schon so selten findet, sagen sie. Suchen… Für Weihnachten hatte ich gehofft, auf diesem Weg den Winter mit Schnee und Eiszapfen zu finden, um so im „Winter-Wunder“ ins Neue Jahr rutschen zu können. Die Tage waren jedoch viel zu milde, am Sonnenhang blühten zwei Primeln – also schien „Nichts los“ zu sein im Wald, außer Schweig-samkeit, Laubrascheln, gedämpfte Braun- und Grüntöne, Erdgeruch. Umwege schlug ich ein, durchs Gestrüpp und das Bachbett, einen Waldhang hinauf, dann wieder hinunter, suchend, ohne zu wissen, wonach … … und Begegnen dieses „Unbekannte“ tauchte dann in ganz unerwarteten Formen und Gestalten auf – anscheinend waren einige Rauhnachtwesen lebendig geworden… Es gibt Ziele, die in der Seele wachsen. Der Weg zu diesen Zielen Wächst mit ihnen. Und auf sie geht man zu, Und erreicht sie schließlich Ohne Umwege, Ohne Irren.“ (Anon.) Um diese Jahreszeit ist die Sonne warm und gelb und manchmal scheint es, als ob eine große Kerze ihr mildes Licht auf die Landschaft werfen würde. In den Regentropfen der vergangenen Nacht schien sich an diesem Tag das ganze...

Mehr