Einblicke und Ausblicke

Gepostet von am Feb 23, 2017 in Glas/Keramik, Startseite_Dia | Kommentare deaktiviert für Einblicke und Ausblicke

  Einblicke und Ausblicke Spiegel gewähren Einblicke verschiedenster Art: manchmal kann man darin nur Ausschnitte eines Gesamt-Bildes sehen, klar, diffus, verkleinert, vergrößert … Rahmen umgrenzen die Spiegel auf sehr unterschiedliche Art und lassen die Spiegel-Bilder sanft, herb, spaßig oder traurig erscheinen. Und manchmal können, wenn einer sich darauf einlässt, diese Einblicke in die Spiegel auch zu Ausblicken werden – in den „Bunte-Steine-Spiegel“, den „Blumigen Spiegel“, den „Till-Eulenspiegel“, den „Blaublütigen Spiegel“, den „Mosaikspiegel“, den „Bunte-Steine-Spiegel“…                   ...

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Wiesenglück

Gepostet von am Jul 12, 2014 in Glas/Keramik, Startseite_Dia, Texte | Kommentare deaktiviert für Wiesenglück

  „Wer das Buch der Natur kennenlernen will, muss mit den Füßen über seine Blätter laufen.“ (Paracelsus) „Ich lobe meine Wiese, sie ist groß und unabsehbar geräumig, wenn ich bäuchlings in ihr liege, und den ganzen hohen Himmel habe ich über mir. Ich sehe Halme vor meinen Augen, die haarigen Schäfte des Günsels, das fadendünne Gespinst der Miere auf dem Moos, und ich kann mir gut denken, wie weitläufig und abenteuerlich das Leben in diesem Wald der Gräser sein mag ….“ (Karl Heinrich Waggerl, aus: „Lob der Wiese“) Auf meinen täglichen Spaziergängen am Stadtrand bemerke ich, dass es solche Sommerwiesen nur mehr selten gibt. Alles ist zwar sehr grün, die Vielfältigkeit der Gräserarten hat sich jedoch reduziert. Es dominiert nur mehr eine spinatgrüne Sorte mit „Einheits-Gras-Büscheln“, vielleicht mit ein wenig Löwenzahn und Gänseblümchen. Disteln jedoch, Salbei, Königskerzen und Unkräuter dürfen nur mehr auf den Gstetten blühen. Die Gründe hierfür mögen vielfältig sein… Vor einigen Wochen startete ich ein „Gräser-Projekt“, verteilte mehrere Samensäckchen von „Wilddblumen“, „Bienentraum“, „Schmetterlingswiesen“ auf einer Gstettten und in meinem Blumentrog auf dem Balkon. Die Pflänzchen auf der Gstetten wurden inzwischen von professionellen Rasenmähern geschnitten, in meinem Blumentrog hingegen wuchern gewaltige Einheits-Unkraut-Pflanzen …:).   „… muss mit den Füßen über seine Blätter laufen …“ Es war immer ein stiller Kampf mit den Erwachsenen, ob wir Kinder bei der Kirschenernte im späteren Frühjahr schon barfuß laufen durften. Dies war erst in jenen Monaten erlaubt, deren Namen kein „R“ enthielt. Rote Kirschenflecken auf den Füßen erhöhten die Besonderheit des Barfußgehens im weichen jungen Gras ganz entscheidend. Die Blumenpracht und den Duft der Maiwiesen möchte ich auch heute nicht missen! Im Sommer blieb ein Wiesenstück ungemäß, das hohe Gras mit seinen Blüten und Kräutern wucherte zu einem ansehnlichen Dickicht, in dem wir ein Wigwam bauten. Dort waren nur Gräsergeruch und Käfer, Schmetterlinge und eine Blindschleiche, Feldmäuse und darüber die hellen Sommerwolken. Nach dem Mähen wurde das Heu auf einen Leiterwagen verladen, wir Kinder thronten ganz oben auf der schwankenden Fuhre, wenn sie durchs Dorf nach Hause gezogen wurde.   Später war es nicht mehr selbstverständlich, barfuß die Wiesen zu ergehen. Vielleicht minderten Bequemlichkeit oder Scheu, sich die Füße erdig zu machen, den unbedenklichen und selbstverständlichen Umgang mit der Natur … Derzeit werden allseits Barfußpfade und Wildblumenwiesen angelegt, auf Kinderspielplätzen in hundefreien Zonen, in Seniorenheimen, sogar mitten auf viel befahrenen Kreuzungen habe ich sie entdeckt – im dichten Verkehr waren sie voller Schmetterlinge! „Wer die Natur nicht begreift, und nur bewundert, ist ein Fremdling in ihr …“ (Karl Heinrich Waggerl)        So manche dieser Eindrücke und Geschichten sind beim Formen der keramischen „Wiesen-Bilder“ lebendig geworden. Mit der Ton-Erde, die ja in der Natur draußen der Boden für die herrlichen Wiesen ist, wollte ich die Strukturen, Farbtöne und Sinneseindrücke von Wiesen gestalten, selber „begreifen“ und für andere „begreifbar“ machen: dies mit all ihrer Lebendigkeit und Fröhlichkeit, die einen erfassen kann, wenn man barfuß durch die Gräser geht...

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Folge dem Fluss …

Gepostet von am Dez 19, 2013 in Glas/Keramik, Texte | Kommentare deaktiviert für Folge dem Fluss …

„FOLGE DEM FLUSS… UND FINDE DAS MEER.“ (Sprichwort aus Ostafrikai) GESCHICHTEN EINES WASSERLAUFES IN TON- UND GLASOBJEKTEN VON CHRISTA RUEHS mehr als Pdf: Folge dem Fluss AM...

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Lichter

Gepostet von am Dez 18, 2013 in Glas/Keramik, Startseite_Dia | Kommentare deaktiviert für Lichter

„A Liachterl bringen“ „A Liachterl bringen“ in die beleuchteten Einkaufszentren, „A Liachterl bringen“ in die Scheinwerferketten der Autostaus, mitten hinein in die strahlende Helligkeit, die dann vielleicht zu leuchten beginnt …...

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Kostbarkeiten

Gepostet von am Dez 11, 2013 in Glas/Keramik, Startseite_Dia | Kommentare deaktiviert für Kostbarkeiten

Diese Klar-Arbeiten sind eine spezielle Art, Kostbares zu „fassen“: Getrocknete Gräser und Blüten werden mit speziellen Farben gefärbt und im Glas eingeschmolzen, sodass ihre Form und ihre Struktur erhalten und im durchscheinenden oder farbigen Glas zu Leuchten gebracht werden. Jeder der Anhänger und jedes der Wandbilder ist ein nicht wiederholbares, einzigartiges Stück. Die Glasanhänger können auf Kettchen oder bunten Lederbändern genauso zu Rollos, Blusen, Jeans getragen werden wie mit Samtbändchen zum Dirndl oder festlicher Kleidung. Die Glasbilder sind Wandschmuck oder leuchtender Fensterschmuck, auch als Mobile eine bunte und ganz besondere, individuelle und einzigartige Raumgestaltung BLUMEN IM GLAS … Es gibt eine Erzählung, und die geht so: Als das Paradies noch voller Blumen war, begannen es die Menschen zu erobern. Und nachdem mit der Zeit auf den Wiesen und Feldern die Blumen immer weniger wurden, holten die Menschen die verloren gegangenen Kräuter und Blumen wieder aus der Wildnis zurück. In ihren Gärten versuchten sie dann, das verlorene Paradies wieder herzustellen. Bis heute pflegen und züchten sie alle möglichen Arten von Blumen in der Hoffnung, dass sie noch größer und noch schöner werden und bis heute träumen sie vom tausendjährigen Rosenstock … Diesen habe ich zwar (noch) nicht angetroffen, aber alle möglichen Blumen und Gräser dort getroffen, wo ich sie am wenigsten vermutete: neben den Straßen und in Mauerritzen, an Feldrändern und Bushaltestellen, aber auch in Bauerngärten in den Orten, denen ich begegnet bin. Und überall umgab sie der Zauber von Schönheit, Freude und Hoffnung. Ihre kurzlebige Farbenpracht und Zerbrechlichkeit machen diese Geschöpfe noch kostbarer und lassen etwas vom Paradies erahnen, das die Menschen wir heute noch in ihnen zu finden hoffen. IN DEN GLASBILDERN … und in den Anhängern habe ich versucht, diesen Zauber festzuhalten. Die getrockneten Gräser und Blumen habe ich mit einer speziellen, selbst erfundenen Technik bei sehr hohen Temperaturen in Glas eingeschmolzen. Vielleicht erinnert die Durchsichtigkeit und Zerbrechlichkeit dieser gläsernen Kostbarkeiten an den Klar-Blick, der sich manchmal einstellt, wenn man auf einer Sommerwiese stille steht …...

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